Hell

Hi, ich bin Hell. Ich bin agender und benutze das Pronomen er. Momentan studiere ich in Österreich. Das heißt, ich biete ganz normal Mail-Beratung und auch online Treffen an, aber keine persönlichen Treffen.
Berater bei du-bist-du bin ich, um Menschen auf ihrem queeren Weg zu begleiten, zuzuhören und wo möglich zu unterstützen.

Bei meiner Geburt wurde mir ein binäres Gender zugewiesen, und mein Weg bis zur Erkenntnis, dass ich trans bin, war ein schwieriger. Ich hatte viel mit Ablehnung und Ausgrenzung zu tun, ohne wirklich zu wissen, wieso mir all dies widerfuhr. Einfach die Dinge tun, die mir Spaß machen, dass wollte ich. Und nicht nur die, die zu irgendwelchen Erwartungen von mir passen. Die Körperdysphorie, die mich seit ich etwa 10 bin begleitet, konnte ich lange nicht einordnen. Da dachte ich noch, da geht allen so.

Es dauerte bis ich 17 war und eine queere Person in einer Fernsehserie sah, dass ich im Internet rumsuchte und mir klar wurde: Ich muss gar nicht das bei der Geburt zugewiesene Gender sein. Mein Gender könnte etwas anderes sein. Ich überlegte kurz, ob ich mich vielleicht in dem anderen binären Geschlecht wohl fühlen würde – kam jedoch schnell zu dem Schluss, dass ich in diese Richtung keine Identität fühle. Aber auch in keine andere. Dann wurde mir klar: ich habe gar kein Gender. Ich bin agender.

Konkret bedeutet das für mich, dass die Kategorie Gender auf mich nicht zutrifft. Es gibt einfach kein Gender in mir. Und das ist super, schön, normal, anders, und vor allem einfach ich.
Alles was ich tue, anhabe, wie ich mich verhalte, ist agender. Weil Gender von mir kommt, und mir nicht (mehr) von außen aufgedrückt wird.

Durch die queere Community konnte ich viele Dinge lernen, und heute bin ich froh, auf so viele tolle Menschen gestoßen zu sein. Die mich so lieben, wie ich bin, die mir geholfen haben, mich selbst kennenzulernen. Ich darf noch weiter lernen, über mich und andere.

Was Gender, Orientierungen und Beziehungen angeht habe ich mich von traditionellen Bildern gelöst. Und in dieser Freiheit unendlich viel Glück und Liebe gefunden.
Dank Hormonen und OPs bin ich jeden Tag mehr in meinem Körper zuhause. Ein Gefühl, das ich zutiefst genieße.
Ich habe kein Bedürniss, in irgendwelche Schubladen zu passen, für irgendwen irgendwer oder irgendwie zu sein, cis zu sein, ich bin glücklich – on my own terms. Ich liebe es, queer zu sein!

Wenn Du zum Thema Gender und allem drumherum Fragen hast, Dich selbst im Findungsprozess befindest, Erfahrungen hören möchtest oder einfach ein offenes Ohr brauchst, freue ich mich von Dir zu hören.
Du musst Dir nicht sicher sein, Du musst noch nichts wissen, Dein Anliegen kann groß oder klein sein, klar oder verworren, in vielen oder wenigen Worten, und alles dazwischen. Wenn Du Lust hast mir zu schreiben, dann darfst Du das sehr gern.
Bei mir findest Du Wertschätzung, Akzeptanz und Freundlichkeit. Ich werde Dich auf Deinem Weg so wie Du es Dir wünscht und so gut wie ich es leisten kann, begleiten.

Ich freue mich auf Dich und Dein Mail!
Beste Grüße,
Hell

Schreibe mir doch, wenn du Fragen hast oder ich dich unterstützen kann.

Es kommt ab und zu vor, dass Anwort-Mails von mir im Spam Ordner landen. Daher rate ich dir, dort ab und zu nachzusehen.